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Torantriebe: Systemtypen im Überblick – Spindel, Gelenkarm, Unterflur, Schiebetor, Decke

Grundlagen & Systemtypen Redaktion hoftor-antrieb.de · Stand

Inhalt 9 Abschnitte

Welche Antriebsarten es für Tore gibt

Welcher Antrieb in Frage kommt, hängt zuerst von der Torart ab. Drehtore, Schiebetore und Garagentore werden mit unterschiedlichen Bauformen bewegt. Dieser Überblick stellt fünf Systemtypen vor und nennt zu jedem nur Merkmale, die in einer Herstelleranleitung stehen. Die Modelle dienen als Beispiele; Grenzwerte gelten nur für das genannte Modell.

Spindelantrieb (Linearantrieb) für Drehtore

Beim Spindelantrieb fährt ein Schubrohr aus dem Antrieb aus und wieder ein und öffnet oder schließt dadurch den Torflügel. Beim twist 350 schaltet der Antrieb in den eingestellten Endlagen über Endschalter ab. Weil der Antrieb selbsthemmend ist, braucht der Flügel kein Schloss zur Verriegelung; ein mechanischer Anschlag in den Endlagen Tor AUF und Tor ZU ist aber zwingend erforderlich (SOMMER twist 350-Anleitung).

Montiert wird der Spindelantrieb zwischen Pfeiler und Torflügel. Die Lage ergibt sich aus dem A- und B-Maß, die der Hersteller in einer Tabelle mit dem jeweils erreichbaren Öffnungswinkel angibt. Beim RotaMatic sind bis zu 125° Öffnungswinkel, 4.000 mm Flügelbreite und 400 kg Flügelgewicht möglich, je nach Antriebstyp; die Schutzart des Antriebs ist IP 44 (Hörmann RotaMatic-Anleitung).

Gelenkarmantrieb für Drehtore

Beim Gelenkarmantrieb überträgt ein Arm die Bewegung vom Antrieb auf den Flügel. Den VersaMatic gibt es wahlweise mit Gelenkarm oder mit Gleitschiene; er kann längs und quer angebaut werden. Um die Gesamtkräfte zu verringern, soll der Abstand zwischen Drehpunkt des Tores und Gelenkarm-Befestigung am Tor möglichst groß sein. Hörmann warnt vor Quetsch- und Schergefahr im Bewegungsbereich des Gelenkarms und in der Gleitschiene während der Torfahrt (Hörmann VersaMatic-Anleitung).

Für den VersaMatic nennt Hörmann je nach Antriebstyp höchstens 3.000 mm Flügelbreite, 300 kg Flügelgewicht, 120° Öffnungswinkel und beim VersaMatic P höchstens 40 Zyklen pro Tag (Hörmann VersaMatic-Anleitung).

Unterflurantrieb für Drehtore

Der Unterflurantrieb sitzt in einem Fundamentkasten im Boden. Nach der Nice-Anleitung zum LFAB wird ein ausreichend großes Fundament ausgehoben, eine Leitung für die Elektrokabel und eine für die Drainage vorgesehen, der Kasten so gesetzt, dass sein Zapfen mit der Achse des Scharniers fluchtet, und im Beton genau nivelliert. Der Antrieb hat die Schutzart IP 67, sein Weg beträgt 0° bis 110° oder 360°, und bei Stromausfall lässt er sich mit dem zugehörigen Schlüssel entriegeln (Nice LFAB-Anleitung).

SOMMER nennt für den twist UG weitere Voraussetzungen: Oberes und unteres Torscharnier müssen lotrecht zum unteren Drehpunkt stehen, sonst entstehen Verspannungen im Antrieb. An den Endlagen Tor ZU und Tor AUF muss torseitig ein Endanschlag montiert sein. Der Öffnungswinkel beträgt höchstens 105°, die Flügellänge 0,8 bis 3,5 m, und eine Torsteigung ist nicht zulässig (SOMMER twist UG-Anleitung).

Schiebetorantrieb

Ein Schiebetorantrieb wird auf einem Fundament montiert und bewegt das Tor über ein Zahnrad und eine am Tor befestigte Zahnstange. Für den STArter S3 schreibt SOMMER vor: Das Fundament muss frostfrei gegründet sein (in Deutschland ca. 800 mm), ausgehärtet und waagerecht. Der Mindestabstand zwischen Zahnstange und Zahnrad beträgt 1,5 mm, und die Zahnstange darf in keiner Stellung des Tores auf das Zahnrad drücken (SOMMER STArter S3-Anleitung).

Das Tor selbst muss auf seinen Rädern und Führungen ohne übermäßige Reibung laufen, und für Tor AUF und Tor ZU sind Endanschläge zu montieren, damit das Tor nicht entgleist. Bei freitragenden Toren wird der Antrieb mittig zwischen die Rollenböcke gesetzt. Der STArter S3 ist für bis zu 300 kg Torgewicht und 6.000 mm Laufweg ausgelegt, der STArter S3+ für 400 kg und 8.000 mm (SOMMER STArter S3-Anleitung).

Deckenantrieb für Garagentore

Garagentorantriebe gibt es in verschiedenen Bauformen. Deckenantriebe wie der Berner GA403 werden unter der Decke montiert und bewegen das Tor über einen Führungsschlitten in einer Führungsschiene; Rolltorantriebe wie der VEVOR ERD1006/ERD1007 sitzen dagegen an der Torwelle, wobei zwischen Wellenende und Wand mindestens 135 mm frei bleiben müssen (VEVOR-Handbuch ERD1006/ERD1007). Der GA403 ist für federausgeglichene Sectional- und Schwingtore sowie gewichtsausgeglichene Kipptore im privaten Bereich und für Tief- und Sammelgaragen mit geringer Beanspruchung vorgesehen und für den Betrieb in trockenen Räumen konstruiert. Zwischen dem höchsten Punkt des Tores und der Decke müssen auch beim Öffnen mindestens 30 mm frei bleiben (Berner GA403-Anleitung).

Bei Stromausfall wird der GA403 von innen mit einem Zugseil entriegelt. Hat die Garage keinen zweiten Zugang, ist zusätzlich eine Notentriegelung von außen erforderlich, die monatlich zu prüfen ist (Berner GA403-Anleitung).

Die Systemtypen im Vergleich

SystemtypTorartEinbauortBelegtes Beispielmerkmal
SpindelantriebDrehtorzwischen Pfeiler und Torflügelselbsthemmend, mechanische Endanschläge zwingend (SOMMER twist 350-Anleitung)
GelenkarmantriebDrehtoram Pfeiler, Arm zum TorflügelGelenkarm oder Gleitschiene, längs oder quer anbaubar (Hörmann VersaMatic-Anleitung)
UnterflurantriebDrehtorFundamentkasten im BodenDrainage-Leitung, Schutzart IP 67 (Nice LFAB-Anleitung)
SchiebetorantriebSchiebetorauf einem Fundament am TorZahnrad und Zahnstange, frostfreies Fundament (SOMMER STArter S3-Anleitung)
DeckenantriebSectional-, Schwing-, Kipptorunter der GaragendeckeFührungsschiene, Freiraum mind. 30 mm (Berner GA403-Anleitung)

Was für alle Systemtypen gilt: Tor, Sicherheit, Montage

Kein Antrieb gleicht ein schwergängiges Tor aus. Hörmann schreibt vor, dass sich das Tor leicht von Hand öffnen und schließen lassen muss und dass die maximal zulässige Torgröße und das maximale Gewicht nicht überschritten werden dürfen (Hörmann RotaMatic-Anleitung). SOMMER verlangt stabile, verwindungssteife Torflügel und geringes Spiel in den Scharnieren (SOMMER twist 350-Anleitung).

Für kraftbetätigte Tore in Bereichen mit Personenverkehr gilt DIN EN 12453, die Anforderungen und Prüfverfahren für die Nutzungssicherheit festlegt (DIN Media zu DIN EN 12453). Nach der Montage muss die für den Einbau verantwortliche Person eine EG-Konformitätserklärung für die Toranlage ausstellen, auch im Privatbereich (SOMMER twist 350-Anleitung).

Den Netzanschluss eines Torantriebs übernimmt immer eine Elektrofachkraft.

Montage, Wartung und Reparatur der Toranlage gehören laut Hörmann in die Hände von Sachkundigen (Hörmann RotaMatic-Anleitung).

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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