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Torantriebe von Sommer und Hörmann: Merkmale im Vergleich

Inhalt 8 Abschnitte

Sommer und Hörmann bieten beide Antriebe für Dreh- und Schiebetore an. Welcher Antrieb zu Ihrem Tor passt, entscheiden nicht die Marke, sondern Torflügelbreite, Torgewicht, Füllung, Pfeilermaße, Stromanschluss und die Frage, welche Bedienteile Sie schon besitzen. Dieser Beitrag stellt die Merkmale beider Programme so nebeneinander, wie die Hersteller sie in ihren Anleitungen, Katalogen und Produktseiten angeben. Eine Wertung oder einen Sieger gibt es hier nicht.

Die Antriebsprogramme im Überblick

Hörmann führt auf seiner Übersichtsseite für Einfahrtstore die Drehtor-Antriebe RotaMatic, RotaMatic P, RotaMatic PL und RotaMatic Akku-Solar sowie VersaMatic, VersaMatic P und VersaMatic Akku-Solar. Für Schiebetore nennt die Seite LineaMatic, LineaMatic P, LineaMatic H, LineaMatic Akku-Solar und STA 500 FU (Hörmann Einfahrtstor-Antriebe). Der RotaMatic arbeitet laut Montageanleitung mit einer Spindel, die über einen Pfeilerbeschlag und einen Torbeschlag eingebaut wird (Hörmann Anleitung RotaMatic). Der VersaMatic bewegt das Tor über einen Gelenkarm (Hörmann Anleitung VersaMatic). Hörmann beschreibt ihn mit integrierter Steuerung und als Lösung für unübliche Einbausituationen, etwa sehr tiefe Torpfeiler (Hörmann Katalog Antriebe).

Sommer fasst seine Drehtorantriebe unter dem Namen twist zusammen. Die Broschüre für Hof- und Außentorantriebe nennt twist M, twist ML, twist 350, twist XL, den Unterflurantrieb twist UG für Drehtore, bei denen der Antrieb nicht sichtbar sein soll, und twist AM für Tore mit großen Pfosten bis ca. 60 × 60 cm. Für Schiebetore beschreibt sie unter anderem den STArter S3 und den STArter S3+ (Sommer Broschüre Hoftorantriebe). Beim twist 350 öffnet und schließt das Ein- und Ausfahren eines Schubrohrs den Torflügel; die Endlagen werden über interne Endschalter eingestellt (Sommer Anleitung twist 350).

Torgrößen und Einsatzgrenzen nach Herstellerangabe

Die folgende Tabelle gibt die Höchstwerte für einen Torflügel wieder, wie die Hersteller sie angeben. Die Werte gelten nicht unabhängig voneinander: Sommer knüpft die 700 kg des twist 350 an eine Flügellänge von höchstens 1,5 m und die 4,0 m an ein Flügelgewicht von höchstens 250 kg (Sommer Anleitung twist 350). Hörmann verweist bei Torfüllungen auf die regionalen Windlasten nach EN 13241-1 (Hörmann Anleitung RotaMatic).

AntriebBauart laut Herstellermax. Torflügelbreitemax. Torflügelgewicht
Hörmann RotaMatic / RotaMatic P / RotaMatic PLDrehtor, Spindel2.500 / 2.500 / 4.000 mm220 / 400 / 400 kg
Hörmann VersaMatic / VersaMatic PDrehtor, Gelenkarm2.000 / 3.000 mm200 / 300 kg
Sommer twist M / twist MLDrehtor2.500 mm300 kg
Sommer twist 350 / twist 350+Drehtor, Schubrohr4,0 m700 kg
Sommer twist XLDrehtor7.000 mm1.100 kg
Sommer twist UGDrehtor, unterflur3,5 m350 kg bzw. 600 kg je nach Ausführung

Quellen der Tabelle: Hörmann-Katalog für RotaMatic und VersaMatic (Hörmann Katalog Antriebe), Sommer-Broschüre für twist XL und twist UG (Sommer Broschüre Hoftorantriebe), Sommer-Produktseite für twist M und ML (Sommer twist M/ML).

Auch die Einsatzbedingungen unterscheiden sich. Hörmann lässt den RotaMatic an Toren mit Steigung oder Gefälle bis 6° zu, aber nur mit dem Beschlags-Set für steigende Bänder; das Tor muss dann bauseits gegen selbstständiges Zufallen gesichert werden. Ein Dauerbetrieb ist nicht zulässig, und das Tor muss sich leicht von Hand öffnen und schließen lassen (Hörmann Anleitung RotaMatic). Für den twist 350 nennt Sommer in den technischen Daten eine Torsteigung von 0 % und eine Mindestflügellänge von 1,5 m (Sommer Anleitung twist 350). Für nach außen öffnende Tore nennt Sommer beim twist M spezielle Beschläge (Sommer twist M/ML).

Funksystem und Bedienung

Hörmann setzt auf das bidirektionale Funksystem BiSecur. Laut Katalog wurde das Verschlüsselungsverfahren von Sicherheitsexperten der Ruhr-Universität Bochum geprüft, und alle BiSecur-Antriebe, -Empfänger und -Bedienelemente sind untereinander kompatibel. Mit dem Handsender HS 5 BS lässt sich abfragen, ob das Einfahrtstor geöffnet oder geschlossen ist; beim RotaMatic Akku ist diese Abfrage laut Katalog nicht möglich (Hörmann Katalog Antriebe).

Sommer verwendet das bidirektionale Funksystem SOMloq2 mit 128-bit-AES-Verschlüsselung und Rollingcode (Sommer Broschüre Hoftorantriebe). Den twist 350 gibt es laut Anleitung in einer Variante mit SOMloq2 und einer mit Somloq Rollingcode. Der Funkempfänger speichert in der SOMloq2-Variante 40 Funkbefehle, mit der Speichererweiterung Memo 450; in der Rollingcode-Variante sind es 112 (Sommer Anleitung twist 350).

Für die Bedienung per Smartphone nennt Hörmann das BiSecur Gateway zusammen mit der BiSecur App (Hörmann Katalog Antriebe) und auf der Übersichtsseite den Anschluss an externe Smart-Home-Systeme (Hörmann Einfahrtstor-Antriebe). Sommer beschreibt für den Schiebetorantrieb STArter S3 die Einbindung in die Smart-Home-Systeme SOMweb und Delta Dore (Sommer Broschüre Hoftorantriebe). Prüfen Sie für den einzelnen Antrieb in dessen Anleitung, welche Schnittstelle vorhanden ist.

Notentriegelung und Stromausfall

Bei einem Spannungsausfall müssen Sie ein Tor mit RotaMatic von Hand öffnen und schließen und dazu den Antrieb abkuppeln. Ist zusätzlich ein Elektroschloss vorhanden, entriegeln Sie es vorher mit dem zugehörigen Schlüssel. Ein optionaler Not-Akku HNA-Outdoor kann angeschlossen werden; die Umschaltung auf Akkubetrieb erfolgt automatisch (Hörmann Anleitung RotaMatic). Auch beim VersaMatic wird der Antrieb bei Spannungsausfall abgekuppelt: Sie entriegeln ihn und drücken den Entriegelungshebel ca. 90° herunter (Hörmann Anleitung VersaMatic). Für Tore ohne Netzanschluss in der Nähe bietet Hörmann Akku-Solar-Varianten an (Hörmann Einfahrtstor-Antriebe).

Beim twist 350 entriegeln Sie laut Anleitung so: Staubkappe abheben, Schlüssel einstecken und 90° nach links drehen, Abdeckung öffnen, Notlösehebel auf „geöffnet“ stellen, Abdeckung schließen, Schlüssel 90° nach rechts drehen und abziehen. Danach lässt sich das Tor von Hand bewegen (Sommer Anleitung twist 350). Den twist M können Sie optional über einen Bowdenzug von außen entriegeln (Sommer twist M/ML). Für mehrere Antriebe nennt die Broschüre einen Anschluss für ein Akkupack, das bei Stromausfall die Versorgung für bis zu 12 Stunden übernimmt (Sommer Broschüre Hoftorantriebe).

Zubehör und Sicherheitseinrichtungen

Die RotaMatic-Anleitung beschreibt den Anschluss eines externen Funkempfängers, eines externen Tasters, eines Ausschalters für Halt oder Not-Aus, der Signalleuchte SLK, von Sicherheitseinrichtungen wie Lichtschranken, des Optionsrelais HOR 1, der Universaladapterplatine UAP 1, des Not-Akkus und eines Elektroschlosses. Für die Einhaltung der Betriebskräfte nach EN 12453 / 12445 nennt sie unter anderem das Dämpfungsprofil DP 2 an den Schließkanten (Hörmann Anleitung RotaMatic).

Die twist-350-Anleitung führt Anschlüsse für ein DC-24-V-Elektroschloss, Warnlicht, Taster, Schlüsseltaster, NOT-AUS sowie 2-Draht- und 4-Draht-Lichtschranken auf. Bei twist 350 rapido und twist 350+ muss zur Schließkantensicherung zwingend eine aktive Sicherheitskontaktleiste angebracht werden (Sommer Anleitung twist 350). Den twist M beschreibt Sommer als selbsthemmend ohne Elektroschloss, den twist 350 als selbsthemmend ohne Elektroschloss bis 3,5 m (Sommer Broschüre Hoftorantriebe).

Montage und Anschluss

Beide Hersteller binden die Montage an Fachleute. Hörmann schreibt vor, dass Montage, Wartung, Reparatur und Demontage durch Sachkundige im Sinne der EN 12635 ausgeführt werden (Hörmann Anleitung RotaMatic). Sommer weist darauf hin, dass die für den Einbau verantwortliche Person nach der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG eine EG-Konformitätserklärung für die Toranlage ausstellen und CE-Zeichen und Typenschild anbringen muss, auch im Privatbereich und bei der Nachrüstung eines handbetätigten Tors (Sommer Anleitung twist 350).

Den Netzanschluss eines Torantriebs übernimmt immer eine Elektrofachkraft.

So wählen Sie nach Ihrem Bedarf

  1. Tor vermessen: Notieren Sie Breite und Gewicht je Flügel sowie die Art der Füllung und vergleichen Sie sie mit den Grenzwerten und Füllungstabellen der Anleitung. Sommer gibt für den twist 350 eine eigene Tabelle zur zulässigen Füllung an (Sommer Anleitung twist 350).
  2. Tor prüfen: Das Tor muss mechanisch fehlerfrei sein und sich leicht von Hand bewegen lassen; nicht benötigte mechanische Verriegelungen werden außer Betrieb gesetzt (Hörmann Anleitung RotaMatic).
  3. Einbausituation klären: Pfeilermaße, Öffnungsrichtung und Steigung entscheiden über Bauart und Beschläge. Bei sehr tiefen Pfeilern nennt Hörmann den VersaMatic (Hörmann Katalog Antriebe), für einen nicht sichtbaren Antrieb nennt Sommer den twist UG (Sommer Broschüre Hoftorantriebe).
  4. Nutzung abschätzen: Hörmann gibt für VersaMatic 20 Zyklen pro Tag und 5 pro Stunde an, für VersaMatic P 40 und 10 (Hörmann Anleitung VersaMatic). Sommer nennt für den twist 350 eine Einschaltdauer von S3 = 40 % (Sommer Anleitung twist 350).
  5. Stromversorgung und Funk klären: Prüfen Sie, ob ein Netzanschluss am Tor möglich ist oder eine Akku-Variante nötig wird, und ob vorhandene Handsender zum Funksystem des Antriebs passen. Hörmann beschreibt BiSecur als untereinander kompatibel (Hörmann Katalog Antriebe).

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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